Einstieg in Magic


2014 - 10 - 21
Der Bachelor




Einstieg in Magic

Hallo und Willkommen zu meinem ersten Artikel in der neuen SpielRaum Reihe „Im Namen der Rose“. Mein Name ist Philipp „der Bachelor“ Reber und ihr kennt mich vielleicht schon aus den Deckwars und den verschiedenen Deckchecks, die ich für den SpielRaum mitproduziert habe. Um mich euch ein wenig besser bekannt zu machen, widme ich diesen Artikel meinem Einstieg in Magic und einige meiner bisherigen Erfahrungen.


Duels of the Planeswalkers als Einstieg


Zum ersten Mal kam ich mit Magic in Berührung, als ich in der Schweiz gegen meine Cousins mit deren Starter Decks gespielt habe. Damals war ich 15 Jahre alt und hatte gerade damit aufgehört, Yu-Gi-Oh zu spielen. Magic bot sich damals als Alternative an, aber ich fand keinen Bezug dazu und spielte daher nur ab und zu gegen meine Cousins. Erst 8 Jahre später entdeckte ich auf Steam die Duels of the Planeswalkers-Serie. Ich kaufte mir das Spiel und war direkt an der Angel. Das Spiel ist sehr einfach designed und ermöglichte es mir, sehr leicht die Reglen von Magic in den Grundzügen zu lernen und anzuwenden. Ich spielte zu diesem Zeitpunkt auch sehr viel League of Legends, war aber dann dabei, mir ein neues Hobby zu suchen. Da kam mir die Idee, richtige Magickarten für mich und meine Freundin zu kaufen, damit wir beide gegeneinander spielen könnten. Ich begann damit, verschiedene Einsteiger-Decks und ein Duel-Deck zu kaufen, merkte aber schnell, dass mir die eher simplen gestrickten Anfängerdecks nicht genug waren. Deswegen begab ich mich zum SpielRaum, um dort weitere Duel-Decks zu erwerben. Die Duel-Decks sind zwar nicht die einsteigerfreundlichsten, doch sind sie für 2 Spieler angepasst und die Spiele fühlen sich meistens fair an. Ein Mitarbeiter des SpielRaums machte mich im Zuge des Einkaufs darauf aufmerksam, dass es auch Event Decks gäbe, welche für Turniere geeignet wären. Ebenfalls machte er mich auf das Einsteigerturnier aufmerksam und ich entschloss mich, bei der nächsten Gelegenheit daran teil zu nehmen.




Übergang vom Anfänger zum FNM

Also schnappte ich mir mein Boros-Event Deck und ging am Samstag zum Einsteigerturnier im SpielRaum. Dort
kaufte ich mir ein paar Würfel und 4 Frontline Medics, um das Deck ein wenig aufzuwerten. Die Atmosphäre war sehr entspannt und ich war sehr nervös. Nach den ersten drei Runden stand ich mit meinem Event Deck 3-0 und die Nervosität stieg. Ich verlor dann im Halbfinale, doch der Funke war entzündet. Ich war äußerst zufrieden, überhaupt einige Siege verbuchen zu können, und wollte unbedingt diese Erfahrungen wiederholen. Darum beschloss ich, mir ein Standard-Deck zusammenzustellen. Die damals aktuellen Editionen waren der Innistrad-Block und Return to Ravnica sowie Gatecrash. Ich hatte Angst, dass ich in einem nicht-Einsteiger-Turnier schlecht abschneiden würde und begann deshalb, im Internet nach einem geeigneten Deck zu suchen. Da ich ein eingeschränktes Budget zur Verfügung hatte, legte ich mich auf ein Mono-Rotes-Deck fest, das Weiß lediglich splashte, damit ich gegen die Massremoval-Decks Boros Charm spielen kann. Das einzig kostspielige an dem Deck waren zwei Thundermaw
Hellkite, welche die Rolle des Finishers erfüllen sollten.


 

FNM und der Übergang zu Modern

Um das Deck vor dem FNM testen zu können, begab ich mich vor dem FNM in den SpielRaum, um willige Mitspieler zu finden. Dies fiel mir nicht schwer, die Spieler im SpielRaum willigten auf Anfragen schnell ein, eine Partie zu spielen, und ich fühlte mich willkommen. Nach einigen Testläufen meldete ich mich beim FNM an und wartete gespannt auf die Pairings. Ich spielte viele Aggro-Mirror-Matches, da damals das Naya Humans-Blitz-Deck gerade sehr populär war, und stieg mit 3-2 zufrieden aus meinem ersten FNM aus. Beim Würfeln um die Promokarte hatte ich leider kein Glück, aber das war mir zu dem Zeitpunkt nicht mehr wichtig. Ich überlegte bereits, wie ich mein Hobby weiter ausbauen könnte. So beschloss ich, am Samstag wieder in den Shop zu gehen, um willige Mitspieler zu finden. Ich hatte auch am Samstag Glück und fand sogar Spieler, die am Vortag auch beim FNM mitgespielt haben. Diese hatten aber diesmal Modern-Decks dabei. Selbstbewusst trat ich gegen diese an und merkte bald, dass diese um einiges stärker waren als mein Standard-Deck. Ich war von den schnellen Aggro-Decks fasziniert und informierte mich bei meinen Mitspielern sogleich über die Einzelheiten zu diesen Decks. Mir wurde ebenfalls mitgeteilt, dass jeden Samstag ein Modern Turnier stattfindet. Ich beschloss, mir das Format anzuschauen, und blieb daher im SpielRaum für die erste Runde. Dies war eine tolle Gelegenheit, mein Hobby weiter auszubauen. Kaum trat ich über die Türschwelle meiner Wohnung, so war ich schon am Computer und durchsuchte das Internet nach Decklisten, um mir etwas Passendes für meinen Einstieg herauszusuchen. Dabei fand ich Melissa DeTora’s Artikel über einen PTQ Sieg mit Affinity. Da sogar Videos in dem Artikel inkludiert waren, konnte ich mich genauestens über die Finessen des Decks informieren. Die einzigartigen Synergien und Tricks des Decks hatten es mir gleich angetan. Es stand also fest, mein erstes Modern Deck sollte Affinity sein. Die netten Angestellten des SpielRaums boten zusätzlich ihre Beratung beim Einkauf des neuen Decks an. So hatte ich pünktlich zum nächsten Modernturnier ein voll funktionsfähiges, roboterbasierendes Artefakt-Deck, um meinen Gegnern einzuheizen.




Samstags Modern


Mit meinem Affinity-Deck und einer neu erworbenen Spielmatte im Gepäck begab ich mich also zu meinem ersten Modern-Turnier (abgesehen vom Einsteigerturnier, welches ich mit einem Standard-Deck bestritten habe). Nach 5 Runden hatte ich das Turnier 5-0 gewonnen. Niemand konnte sich meinen Scharen an Robotern in den Weg stellen. Das war für mich der Zeitpunkt, an dem ich festgestellt habe, dass Magic definitiv auf längere Zeit ein tolles Hobby für mich sein würde. Besonders die netten, hilfsbereiten und humorvollen Mitspieler und allgemein die großartige Community vermittelten mir vom ersten Turnier an das Gefühl, dazu zu gehören. Bis zum heutigen Tag spiele ich wöchentlich mindestens ein Turnier im SpielRaum. Magic ist für mich ein sehr wichtiges Hobby und ich habe dabei auch sehr viele neue Freunde gefunden, ich hoffe dass es vielen von euch genau so ergeht.



Wie komme ich zum Spitznamen „der Bachelor“?

Eine sehr kurze und einfache Geschichte, die ich aber trotzdem kurz erwähnen möchte. Ich studiere momentan an der Fachhochschule des Bfi Wien Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung. Im Zuge dieses Studiums muss man auch ein Praktikum absolvieren. Ich absolvierte mein Praktikum in der Ersten Bank, in der ich zukünftig auch weiter arbeiten werde. Während ich das Praktikum absolviert habe, wollte ich aber nicht auf Magic verzichten, deswegen begab ich mich des öfteren mit Anzug und Krawatte zum FNM. Meine Freunde kamen dann aufgrund meines förmlichen Erscheinungsbildes auf die glorreiche Idee, dass ich ihnen doch zumindest eine Rose anbieten sollte, wenn ich schon gegen sie Magic spielen wollte. So ergab es sich, dass meine Freunde mich fast nur mehr über meinen neu gewonnenen Spitznamen ansprechen. Ich war fortan „der Bachelor“. Deswegen schreibe ich diese Artikel auch im Namen der Rose.




Tipps zum Einstieg

Nun, da ich euch über meinen Einstieg in Magic erzählt habe und ihr mich als Magic-Spieler ein wenig kennen lernen durftet, möchte ich euch gerne ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie man in Magic: The Gathering am besten einsteigt.


Neueinsteiger

Ihr möchtet in das Magic: The Gathering-Sammelkartenspiel einsteigen? Schnappt euch ein paar Freunde und kauft euch Einsteiger-Decks. Die Einsteiger-Decks beinhalten ein komplettes Deck, Boosterpackungen zum Aufwerten der Decks und Regelhefte. Wenn ihr keine Freunde habt, die an Magic: The Gathering interessiert sind, und alleine einsteigen wollt, empfehle ich Duels of the Planeswalkers auf Steam oder auf den Konsolen. Das wichtigste beim Einsteigen ist es, die Regeln kennen zu lernen und zu verstehen. Natürlich sollt ihr dabei so viel Spaß wie möglich haben. Sobald ihr euch bereit fühlt, versucht es mit einem Anfängerturnier oder sogar mit einem FNM. Die Spieler im SpielRaum sind freundlich und heißen Neulinge gerne Willkommen. Ihr könnt auch gerne einfach so vorbei kommen und euch jemanden zum Spielen suchen. Gerade zu Turnierzeiten sind meistens Leute da.



Standard

Wer mehr Ehrgeiz in sich hat und gerne mal kompetitiver spielt, um seine Fähigkeiten mit anderen zu messen, dem empfehle ich wärmstens, momentan in Standard einzusteigen. Im Standard-Format sind jeweils die letzten 2 Blöcke an Karten legal. Ich empfehle dazu aber, euch zuerst in dem Format einzulesen und euch die verschiedenen Decks online anzuschauen. Natürlich könnt ihr auch euer eigenes Deck erfinden und ausprobieren. Khans of Tarkir wurde vor einem Monat erst released. Das heißt, Khans of Tarkir wird eineinhalb Jahre legal sein und somit lohnt sich die Investition derweil in dieses Set besonders, weil Khans of Tarkir auch sogenannte Fetchländer enthält, welche auch für Modern sehr wichtig sind.





Modern

Wenn es einen guten Zeitpunkt gibt, in das Modern Format einzusteigen, dann ist es jetzt. Einige der sonst so teuren Fetchländer wurden grad in Khans of Tarkir reprintet und somit fallen auch die Fetchländer, die nicht reprinted wurden mit herunter im Preis.
Wenn man ein begrenztes Budget hat, kann man sich auch gerne nur mit den aktuell reprinteten Fetchländern die Decks basteln. So holt man das Maximum an Wert aus Standard und Modern raus und hat in beiden Formaten wichtige Karten zur Verfügung. Ansonsten gibt es auch reichlich Decks, die ohne Fetchländer funktionieren. Also ergreift die Chance und startet in Modern durch!


Abschluss

Zum Schluss möchte ich mich bei euch fürs Interesse bedanken. Ich werde meine zukünftigen Artikel nun mehr auf die einzelnen Formate konzentrieren und hoffe, dass ihr auch da wieder mit dabei sein werdet. Wenn ihr auch eine Geschichte habt, wie ihr in das Magic Sammelkartenspiel eingestiegen seid, könnt ihr mir diese gerne schicken oder als Kommentar hinzufügen. Ihr dürft mich auch gerne über Twitter oder Facebook kontaktieren, um mit mir Themen zu Diskutieren oder Wünsche für den nächsten Artikel anzubringen. Auch auf Feedback freue ich mich besonders. Des Weiteren wünsche ich euch alles Gute und bis zum nächsten Mal!

Lg,

Philipp „der Bachelor“ Reber



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